Fol. 58 - 58vy egzemplarz powielony. W nagłówku: Festungskommandant Breslau Kommandanturbefehl Nr. 14. Pod tekstem: Festungskommandant Auf Befehl Boeck—podpis przez matrycę — Hauptmann und Adjutant. Verteiler: III.
Breslau, den 21. Februar 1945. 1. Kommandant des Stabsquartiers.
a) Es ist aus sanitären Gründen (Seuchengefahr) unerlässlich, daß jede Einheit innerhalb ihres Unterkunftsbereiches für die peinliche Sauberhaltung der vorhandenen Klosetts voll verantwortlich gemacht wird.
Es sind hierzu besondere Kommandos einzuteilen, die dauernd die Klosetts überwachen und im Bedarfsfalle sofort eingreifen. Außerdem sind durch die Einheiten sofort Notlatrinen einzurichten.
Es darf unter keinen Umständen geduldet werden, daß sonst irgendwo die
Notdurft verrichtet wird.
b) Es ist sofort Vorsorge zu treffen, daß überall dort, wo das noch nicht geschehen ist, in den Luftschutzkellern Spitzhaken, Schaufeln und gefüllte Wassereimer vorhanden sind.
c) Nach Beschuß und Bombenangriff sind die im Bereich der Einheiten liegenden Strassen sofort von Glassplittern und Schutt zu säubern.
2. Ila Mit sofortiger Wirkung wird versetzt:
Hauptmann Helmut Asmus zum Regiment Wehl.
Mit sofortiger Wirkung wird kommandiert:
Oberleutnant der Reserve Georg Zaske zum Regiment Hanf als Offizier z. b. V.
3. Ila Anträge für die Verleihung des Kriegs-Verdienstkreuzes. Kriegs-Verdienstkreuz-Anträge sind nicht mehr wie sonst üblich gesammelt
zu den befohlenen Terminen einzureichen. Die Anträge sind vielmehr genau so einzureichen, wie es bei den anderen Tapferkeitsauszeichnungen der Fall ist.
4. Ila Verwundetenabzeichen.
Die Verleihung der Verwundetenabzeichen erfolgt durch die Kommandeure. Anträge sind daher in Zukunft nicht mehr an die Abteilung Ila einzureichen.
5. Ilb Verlustmeldungen.
Bei den täglichen Verlustmeldungen geben die Einheiten ab sofort neben den Verlustzahlen in Klammern an, wieviel Volkssturmmänner sich unter den Verlusten befinden. Die Klammerzahlen müssen in der Gesamtzahl enthalten sein.
6. Ilb Suchanzeige.
Folgende Soldaten der Nachschubkompanie des Festungs-Ersatz- und Aus-bildungs-Bataillon Breslau waren zur Korpsgruppe als Ordonnanzen bzw. Melder kommandiert und sind nach Auflösung der Korpsgruppe bis heute nicht zur Kompanie zurückgetreten:
Obergefreiter Walter Hoffmann, geb. 6. 3. 23 in Linden Gefreiter Otto Heinrich, ” 25. 10. 01 in Nürnberg (Ordonnanzen) Obergefreiter Paul Lorenz, 4. 12. 05 in Schmetwitz Gefreiter Erich Röger ” 14. 1. 11 in Gr. Küdde * (Wache)
Mehrmalige Umfragen blieben ergebnislos. Es besteht auch die Möglichkeit, daß die genannten Soldaten von der Korpsgruppe mitgenommen wurden. 7. Pionier-Regiment Breslau (Kampfgruppe Möller)
a) Die Kohlenknappheit zwingt zur äußersten Sparsamkeit im Stromverbrauch. Heizöfen, Kochplatten und dergl. sind nur in den dringendsten Fällen zu benützen. Am 20. 2. 45 tritt eine zeitweilige Abschaltung einiger Stadtteile ein, die sich auf zweimal je 3 Std. erstreckt. Die Abschaltzeiten können in der Störungsstelle des E[lektrizitäts]-Werkes, Groschengasse 20, Telefon: 52 091 oder den Unterwerken erfragt werden.
b) Zivile Arbeitskräfte.
Um eine einheitliche Regelung für den Einsatz der durch die Partei zur Verfügung gestellten zivilen einheimischen und ausländischen Arbeitskräfte herbeizuführen, wird befohlen:
Im Aufträge des Festungskommandanten wird der Einsatz der zivilen Arbeitskräfte von der Pionier-Kampfgruppe Möller geleitet. Es ist verboten, wegen Gestellung von zivilen Arbeitskräften sich unmittelbar an die Partei oder Ausländerlager zu wenden.
Anforderungen müssen an das Pionier-Regiment Breslau (Pionier Kampfgruppe Möller) gestellt werden.
c) Technische] Nothilfe.
Spreng- und Instandsetzungstrupp der Luftschutz-Polizei, Betriebseigene Volkssturmeinheit, Abteilung Strom, und Betriebseigene Volkssturmeinheit, Abteilung Gas und Wasser sind dem Pionier-Regiment Breslau (Pionier-Kampfgruppe Möller) unterstellt, um lebenswichtige und abwehrmäßige Maßnahmen zu gewährleisten.